Kosten

Erstberatung

Eine Erstberatung liegt vor, wenn der Anwalt den Auftraggeber erstmals hinsichtlich eines bestimmten Gegenstandes mündlich oder schriftlich berät oder eine Auskunft erteilt. Diese Tätigkeit des Anwalts ist nicht kostenlos: In § 34 RVG ist geregelt, dass - sofern keine Gebührenvereinbarung besteht - bei Verbrauchern, d. h. bei Privatpersonen, die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch höchstens 190,00 € (zzgl. 19 % MwSt) beträgt. Das bedeutet, dass wir bei Mandanten, die in einer Privatangelegenheit eine Erstberatung wünschen, je nach Aufwand und Umfang der Angelegenheit, eine Erstberatungsgebühr von maximal 190,00 € zzgl. 19% MwSt, in Rechnung stellen.

 

Für die Beratung oder die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens beträgt die Gebühr bei Verbrauchern jeweils höchstens 250,00 €.

 

Sofern Sie über ein geringes oder kein Einkommen verfügen, können Sie beim für Ihren Wohnort  zuständigen Amtsgericht einen sog. Berechtigungsschein beantragen (siehe unten).

 


Honorarvereinbarung

Der Gesetzgeber sieht es als Regelfall vor, dass zwischen Rechtsanwalt und Mandant eine Honorarvereinbarung geschlossen wird. Üblicherweise wird ein bestimmter Stundensatz vereinbart, der in einem auch zu vereinbarenden Takt abgerechnet wird, zzgl. Auslagenpauschale und 19% MwSt; mindestens in Höhe der gesetzlichen Gebühren nach dem RVG. 


Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)

Sofern keine Honorarvereinbarung getroffen wird, erfolgt die Abrechnung nach der üblichen Vergütung, d. h. in diesem Fall nach dem RVG. Hierin findet sich eine festgelegte Tabelle, die je nach Streitwert die Höhe der Gebühren festlegt.

 

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, können wir gerne eine Deckungsanfrage für Sie stellen. 


Beratungshilfe / Prozesskostenhilfe

Sollten Sie über ein geringes oder kein Einkommen verfügen, besteht die Möglichkeit bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht einen sog. Berechtigungsschein für eine Beratung bzw. außergerichtliche Vertretung zu beantragen. Hierzu müssen Sie das unten als Link zur Verfügung gestellte Formular ausfüllen und die entsprechenden Belege (Einkommensnachweise / Leistungsbescheid, Kontoauszüge, Mietvertrag etc.) beifügen und zur Beantragung beim Amtsgericht vorlegen.

 

Dasselbe gilt für ein gerichtliches Verfahren; hier spricht man von Prozesskostenhilfe oder im Familienrecht von Verfahrenskostenhilfe. Das Formular ist dasselbe. 

 

Formular Beratungshilfe

 

Formular Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe